Die Beinhaus-Kapelle

b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_Beinhaus-Kapelle_alt.jpg Neben der alten Pfarrkirche war die Beinhaus-Kapelle. 1457 bei der Weihe der Pfarrkirche Seelisberg hat die Beinhaus-Kapelle sicher nicht bestanden. Dafür ist im Jahrzeitenbuch von 1626 festgehalten: „Andreas Truttmanns Tochter hat gäben 1 Kronen, mer hat die gäben an das Beinhaus 1 Gulden.“

Somit darf man annehmen, dass die Beinhaus-Kapelle in dieser Zeit erstellt wurde.

Nach Ablauf der Grabesruhe wurde das Grab wieder besetzt und der Schädel der Toten in der Beinhaus-Kapelle auf ein Gestell gelegt und beschriftet.

1647 ist in den Annalen vermerkt, dass die Kapelle mit einem Altar ausgestattet war.

Hier hat man für die Armen Seelen Messe gelesen. Das Altarbild zeigte eine Pieta, dazu St. Nikolaus und die hl. Barbara. ( Pieta = Darstellung Marias mit dem Leichnam Christi auf dem Schoss.)

Altar und Gemälde fanden in der Berg-Kapelle auf der Waldnacht in Erstfeld eine Bleibe. Das Beinhaus-Glöcklein wurde 1739 in Zug gegossen. Johann Truttmann spendete 109 Gulden.

1913 als der Friedhof vergrössert wurde, hat man die Beinhaus-Kapelle abgebrochen. An deren Stelle wurde ein Kreuz in die Mauerflucht eingebaut, und beim Neubau der Pfarrkirche zu den Pfarrgräbern versetzt.

b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_Friedhofkapelle.jpg 1994 wurde an der Kirchgemeinde der Neubau der Friedhofkapelle beschlossen. Am Dreifaltigkeits-Sonntag, 11. Juni 1995, hat sie unser Herr Pfarrer Othmar Hugentobler feierlich eingeweiht.

 

b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_Totoenkapelle_2.jpg Das Innere der Friedhof-Kapelle ist geschmückt mit den Statuen des hl. Erzengels Michael und der hl. Ursula. In der Mitte der gekreuzigte Heiland, zu Füssen die hl. Maria und der Apostel Johannes.

Die Kosten für die neue Friedhofs-Kapelle betrugen Fr. 353'000.— inklusive Zufahrt und Umgebungsarbeiten.