Die neue Michaels-Kirche ist 15 m breit, 37 m lang und der Turm stolze 37 m hoch.

Als Baustein wurde der Hürlimann-Stein aus Brunnen verwendet. Die Tragmauern sind 90 cm dick. Das Holz vom ganzen Dachstuhl wurde aus der Gemeinde Seelisberg genommen, hier gefällt, hier verarbeitet, hier gesägt und hier gezimmert. Die Schreinerarbeiten sind an die drei Schreiner von Seelisberg verteilt worden. Die Altäre stammen vom Hospentaler Serpentinwerk und der Granit von Gurtnellen. Somit wurde die Arbeit in Betrieben der Gemeinde oder mindestens im Kt. Uri ausgeführt. Die Bauzeit betrug 13 Monate und 9 Tage, inklusiv der Arbeitsunterbruch von 4 Wochen im Januar und März.

Die 4 Glocken sind von der alten Kirche übernommen worden. Sie stammen von 1863 und Karl Rosenlächer in Konstanz hatte für sie damals Fr. 4753.— in Rechnung gestellt, das Umgiessen von 2 bisherigen inbegriffen.

Die erste, die grosse Glocke ist dem hl. Michael geweiht. Taufpaten waren: Herr Pfarrer Furrer und Frau Josefa Zwyssig im Ebnet.

Die zweite Glocke, die Maria und Ursula heisst, ist unter dem Namen „Wisiglocke“ bekannt. Taufpaten waren: Regierungsrat Michael Truttmann und Marianna Truttmann Oberhofstatt.

Die dritte Glocke ist der hl. Jungfrau und Märtyrerin Agatha geweiht. Taufpaten waren: Regierungsrat Franz Josef Aschwanden im Wiler und Agatha Aschwanden vom Furli.

Die vierte Glocke, die Aloisius heisst, bittet bei hereinbrechender Nacht um das Vaterunser für die armen Seelen. Taufpaten waren: Gemeindeschreiber Fr. Jos. Huber und Marianna Infanger-Wyrsch.

Die vier Meter hohe Skulptur des Kirchenpatrons St. Michael ist vom Hergiswiler Bildhauer J. Von Wyl erstellt worden.

Der Tabernakel ist ein Werk von Goldschmied Huber aus Luzern und Schlosser Griesemer aus Altdorf. H. Paul Goll aus Luzern lieferte die neue elektro-pneumatische Orgel. Die Zinnpfeifen an der Vorderfront, sowie die kleineren dahinter, sind neu, dagegen stammen die Holzpfeifen aus der alten Orgel. Die Taufkapelle ist in den Turm eingebaut, und der Altar der schmerzhaften Gottesmutter geweiht. Die Bilder in der Kirche wurden vom Kunstmaler Augustin Maria Bächtiger von Gossau geschaffen.

1936 Am 9. September waren die Umgebungsarbeiten vollendet, somit konnte am 20. September der hochwürdige Bischof Laurentius Matthias Vinzenz die Konsekrierung der Kirche vornehmen.

Die Baukommission: Präsident Pfarrer Alois Herger; Mitglieder: Pfarrhelfer Rob. Frank, Landrat Josef Truttmann, alt Gemeindepräsident Alois Truttmann Waldegg, alt Gemeindepräsident Josef Aschwanden Hostet, Ratsherr Josef Truttmann Oberhofstatt und Dorfvogt Hermann Gisler.